Schnauf, Mädchen…schnauf! – Atmen (in der Schwangerschaft)

Kürzlich habe ich eine Buchrezension über ‚BREATH – ATEM‘ von James Nestor verfasst und beschäftige mich, seitdem ich dieses Buch gelesen habe, wieder viel intensiver mit dem Thema des richtigen Atmens.

Auch oder vielleicht vor allem in der Schwangerschaft sollte man bestimmte Atemtechniken üben und an der Hand haben, um sich in bestimmten Situationen durch gutes, gezieltes Atmen selbst zu helfen. Und glaube mir, da ist wirklich unfassbar viel möglich.

Deshalb lege ich bei Holisticatics® für Schwangere auch sehr viel Wert auf Atemübungen. Meine Teilnehmerinnen sollen ein Bewusstsein für ihren Atem bekommen, ihren Atem(fluss) wahrnehmen und spüren. Sie lernen, wie sie ihren Atem gezielt steuern und ihn in Alltags- und vor allem in der besonderen Situation des Geburtsvorgangs gezielt einsetzten.

In diesem Artikel möchte ich sehr gerne (neben ein paar wissenswerten Fakten rund um ‚Atmen in der Schwangerschaft‘) zwei sehr einfache und gute Atemübungen für diese magische Zeit mit dir teilen, sodass du lernst, deinen Atem sinnvoll für dich und dein Baby einzusetzen.

Viel Spaß beim Lesen und Mitmachen 🙂

Die Ausgangssituation

Im Prinzip atmen wir einfach so dahin, ohne großartig darüber nachzudenken, viele Menschen leider zu flach, in den Brustkorb oder durch den Mund. Viele Frauen, mit denen ich bereits gearbeitet habe, haben sich vor dem Training noch nicht wirklich viele Gedanken über die Atmung gemacht. Ehrlich gesagt, merkt man das auch. Ich meine das gar nicht wertend, ich finde es nur schade, dass sie es noch nicht gelernt haben, ihre Atmung ganz bewusst, beispielsweise in Stresssituationen, für sich einzusetzen.

Bei mir lernt man erst einmal, zu spüren, wo der Atem eigentlich herkommt, wo er hinfließt – ihn bewusst wahrzunehmen. Weiter geht es, indem wir Bewegungsabläufe immer mit dem Atemrhythmus verbinden, das gibt dem Ganzen einen Fluss, man kommt total zur Ruhe, obwohl man sich körperlich doch etwas anstrengt. Man spürt relativ schnell, wofür das gut ist und wie gut das tut.

Die besondere Wirkung eines harmonischen Atems

Eine entspannte Atmung und ein harmonischer Atemfluss helfen dir sowohl körperlich als auch mental dabei, dich ganz anders wahrzunehmen, mehr in dir zu ruhen, dich dadurch besser zu fühlen. Übt man das Atmen ganz gezielt durch spezielle Übungen, so bekommt man ein Gefühl für sich selbst und für die Veränderungen, die der Körper in der Schwangerschaft mit sich bringt…und das sind doch einige.

Neben der besseren Eigenwahrnehmung wirst du auch eine tolle Verbindung zu deinem Kind aufbauen. Du lernst auf die Signale deines Körpers zu achten, auch diese ganz fein zu spüren und hast somit die Gelegenheit, auf sie zu reagieren.

Ich betrachte das bewusste Arbeiten mit dem Atem als ein Werkzeug, feinfühliger zu werden und den Atem in bestimmten Situationen für sich ‚arbeiten‘ zu lassen, ihn gewinnbringend einzusetzen.

Deine Winnings sind also ein MEHR an:

Weitere tolle (Neben)Effekte sind die Reduktion von verschiedenen Beschwerden und störenden, blockierenden Gefühlen. Du wirst merken, dass du viel gelassener, entspannter wirst und auch so in den Kreissaal gehen wirst. Machen dir deinen Atem zu deinem treuen, starken Helfer.

Ein harmonischer Atem hilft dir, deine Mitte zu finden – was der Ausgang für alles ist. Du zentrierst du dich, tankst innere Kraft und Energiereserven, entspannst deine Muskulatur und deinen Geist. Eine tiefe Ruhe und Sicherheit macht sich breit, was superpositive Auswirkungen auf dein Baby, deinen Partner und die Bewältigung deines Alltags haben wird.

Wie dir Atemübungen helfen

Atemübungen (auch Pranajamas genannt), dienen grob gesagt der Zusammenführung von Körper und Geist. Im Yoga wird also die Arbeit mit dem Atem und der Luft als Zugang zum PRANA, also dem Leben, der Lebensenergie und zu deren Entfaltung im Körper begriffen. Diese Lebensenergie zirkuliert im Körper durch ein großen System von Kanälen, den Nadis.

Ein bewusstes Wahrnehmen der Atmung wirkt daher also auf ALLE Abläufe im Körper. Egal ob Versorgung von Gehirn oder Organen, Reaktion bei Stress, An- und Entspannung der Muskulatur – der Atem steuert alles. Wirst du dir deines eigenen, natürlichen Atemrhythmus bewusst und lernst verschiedene Atemtechniken mit ihren unterschiedlichen Wirkweisen kennen, so kann dir dies in vielerlei Situationen dienlich sein.

Die Atmung ist also ein kraftvolles und ganz besonderes Werkzeug. Es kann dir auch dabei helfen, Gedanken und Gefühle loszulassen, körperliche Empfindungen wahrzunehmen und in eine bestimmte Richtung zu lenken. Lasse mit jedem Ausatmen alles los, was du nicht mehr bei dir haben möchtest.

Atemübungen gibt es viele, jede mit einer bestimmten Intention bzw. Wirkung. Es gibt also Übungen mit z.B. kühlendem oder belebendem, welche mit entspannendem Effekt und viele viele mehr. Je nachdem was man also gerade körperlich oder mental braucht, kann man die Atmung mit bestimmten Übungen trainieren und diese Methoden dann je nach Bedarf einsetzen.

Lebensenergie tanken und Ruhe finden

Mach doch am besten gleich mit! Auch wenn du nicht schwanger bist oder dein Partner ein bisschen runterfahren könnte, darfst du bzw. darf er sehr gerne auch mitmachen.

Finde einfach einen bequemen Sitz, egal ob auf dem Bett, Stuhl, auf dem Boden…gerne auch an die Wand angelehnt, sofern dir das Erleichterung verschafft. Du solltest es ganz gemütlich haben, bevor wir starten. Du bist soweit? Dann drücke einfach auf das Bild und mach mit.

Prana – Lebensenergie für dich und dein Baby

Wechselseitige Nasenatmung – Erdung und Ruhe

Erleichterung schaffen

Atem mit Tönen verbinden

(Aus)Atmung mit Tönen ist ganz wichtig, denn sie entkoppeln die Atmung von den Kontraktionen, das heißt, sie trennen diese Verbindung und verhindern somit eine Überdehnung beim Eintritt des Kopfes in den Geburtskanal. Diese Töne lenken den Geist ab und können dadurch den akuten Schmerz lindern.

Hinsetzen, Einatmen durch die Nase, Mund auf und mit einem langen Ausatmen den Ton einfach kommen lassen (…hervorragend geeignet: AAAAA oder OOOOO). Denke NICHT nach und lasse ihn einfach raus, er kommt ohnehin ganz von selbst 😉

Natürlich gibt es noch viele weitere, tolle Übungen, um mit deinem Atem zu arbeiten, ihn zu trainieren, zu fokussieren. Doch für den Anfang sind diese beiden hier prima geeignet, da sie ganz einfach sind und es dabei nichts zu beachten gibt.

Wir sehen uns auf der Matte 🧡

Alles Liebe, deine Claudi

P.S.: Meinen brandneuen Kurs ‚Holisticatics® – MAMA (für Schwangere)‘ biete ich ab November auch als Onlinekurs an. Lust? Dann hüpfe hier schnell auf die Warteliste.

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Hey, ich bin Claudi.

Als langjährige und erfahrene Trainerin sowohl im Gruppen- als auch im Personaltraining, definiere ich mit dir dein ganz persönliches Ziel und begleite dich ganz entspannt auf deinem Weg dorthin.

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