WOW – Ein sehr lehrreiches Jahr neigt sich dem Ende und bevor ich mich mit diesem Jahresrückblick 2021 hier beschäftigt habe, dachte ich, es hätte sich ja gar nichts Nennenswertes ereignet. Pustekuchen. Vielleicht war es nicht viel Sichtbares im Außen, doch in meinem Inneren hat sich viel getan. Irgendwie war ich total von meinem Weg abgekommen, habe mich irgendwie irgendwo verlaufen. ‚Mädchen, geh‘ zurück auf deinen Weg‘, forderte meine innere Stimme wurde immer lauter. Bestimmt blickst auch du auf verschiedene Erlebnisse in 2021 zurück. Was mein Jahr ausgemacht hat, warum es so besonders war und was sonst noch so los war, erzähle ich euch jetzt.


Mein Job und ich

Wahnsinn, wie dich ein Jahr in einer neuen Position derart ‚zerlegen‘ kann – körperlich und mental. Und das auch noch ganz unbemerkt…stückchenweise. Doch ich hatte mich dafür entschieden und wenn ich mich für etwas entscheide, dann ziehe ich es auch durch. Da war ich also: Die neue Konrektorin an einer neuen Schule mit einem halben Deputat.

Erste Nachricht, der Chef kommt nicht mehr. Zweite Nachricht, Fernunterricht planen. Ja, da war ich. Voll hineingeworfen ins kalte Wasser mit einem Wellengang, Windstärke 11. Meine Segel-Freundin würde sagen: „Es hackt gewaltig!“ Und frag mich nicht, wie oft ich das in diesem ersten halben Jahr dachte. „Es hackt“…wem auch immer, gefühlt allen oder bin ich verrückt?! Vorgaben sollen von heute auf morgen umgesetzt sein, tägliche E-Mail-Fluten, Anrufe gefühlt nonstop – gegen Ende des Schuljahres konnte ich weder etwas schreiben noch etwas lesen. Selbst wenn ich gewollt hätte, es ging einfach nicht(s) mehr. So blieben vor allem auch private Kontakte gänzlich auf der Strecke. Nichts hören, nichts sehen, nichts reden – mein Kopf war sozusagen ‚overloaded‘ und wollte partout nichts Neues mehr dazu.

Problematisch war, dass ich kaum einen Ausgleich hatte, den ich mir normalerweise durch mein regelmäßiges Training verschaffe. Wenn du nur noch funktionierst für Beruf und Familie, dann entfernst du dich von dir selbst. Auch wenn es ein sehr anstrengenden Arbeitsjahres mit vielen Tiefen war, konzentriere ich mich auf die Learnings, über Menschen, über unser Schulsystem und über meine Persönlichkeit. Ich weiß, ich kann mich durch die unmöglichsten Situationen (nach außen hin gelassen) durchbeißen, kann unmöglichen Menschen freundlich standhalten. Außerdem war für mich glasklar: Ich ziehe das Jahr durch und gebe die Führung dann liebend gerne wieder ab.

müde Frau

 

Ende des ‚Sturms‘ – endlich Sommerferien!

Wünsch‘ dir was

Bereits zu Beginn des Jahres wusste ich, dass ich an meinem Leben dringend wieder etwas ändern möchte, denn so wollte ich keinesfalls weitermachen. Aber wie wollte ich weitermachen? Anfang April entdeckte ich Stephanie Raisers Buch „Millionärin von nebenan“, welches ich innerhalb von zwei Tagen durchgeackert habe, so richtig mit Markern und Notizbuch. Da mich ihre ‚Geschichte‘ total angesprochen hat, wollte ich natürlich mehr wissen, sodass ich mich für ihren Onlinekurs zum Thema „Geld neu denken“ angemeldet habe. Neben all den Tipps und Aufgaben rund um die Themen Geld und Denkrahmen, habe ich unglaublich tolle, inspirierende Frauen kennengelernt.

Sie haben mir in diesem Jahr mit ihren wertvollen Tipps und Anregungen so sehr geholfen, meinen eigenen Weg wieder zu sehen, anzufangen weiterzudenken und so wieder einen großen Schritt zu mir selbst zu machen. Unsere Treffen sind wie eine Akku-Ladestation: Zusammensitzen – quatschen – lachen – nachdenken – neu denken – notieren. Zuhause sprudelt das Hirn über vor Ideen, man ist so voller neuer Energie und Tatendrang und oft merke ich, dass sie einen anderen Blick auf die Dinge haben, als ich. Was so hilfreich ist, wenn man vorankommen möchte.

Bei einem der Treffen haben wir uns über das Manifestieren unterhalten. Kurzversion: Du musst dir einfach das, was du haben möchtest beim Universumskellner bestellen und wenn du es dir richtig doll ausmalst und vorstellst, wie es sich anfühlt, dann kommt es auch zu dir. Aber ACHTUNG: Wichtig ist, wie du deinen Wunsch formulierst. Auf gar keinen Fall negativ.  Achte also darauf, in welche Worte du deine Order verpackst.    

Coole Sache, die ich gleich mal ausprobiere! Notiz in meinen Kalender: Ein Blumenstrauß, bitte. Ich freue mich darauf. Und jetzt rate mal, was eine Woche später in einem Paket vor meiner Tür lag? 

weiße Rosen

 

Ein Blumenstrauß per Post

Hammer! Das funktioniert…oder war das nur Glück? Natürlich habe ich fleißig weiter ausprobiert und wurde nicht enttäuscht vom Universumskellner: Selbst meine neue Chefin habe ich mir gewünscht. Als ich mal wieder so richtig ‚am Limit‘ war und für mich wusste, dass ich diesen Job unter den damals gegebenen Bedingungen nicht weitermachen wollte, habe ich mich in meinem Bürosessel zurückgelehnt, an die Decke geschaut und sie mir gewünscht.

DIE Person, die zu mir passt. Jemand mit ähnlichen Werten und Zielen wie ich, jemand der etwas für die Kinder bewegen möchte. Der teamorientiert und wertschätzend mit allen Beteiligten arbeitet. Jemand der Visionen hat und neu denkt. 

Was dann kam, war vollkommen verrückt. Zwei Tage später sagt die Sekretärin zu mir: „Du, da hat eine Frau angerufen, die sich für die Rektorenstelle interessiert und sich gerne mal mit dir unterhalten möchte. Ich habe dir ihre Nummer ans Telefon gelegt.“ WHAT?! Genial, dieser Otilius!“ (So heißt mein persönlicher Kellner).

Entrümple your life

Ich kann Chaos eigentlich gar nicht leiden. Da es sich jedoch in diesem Jahr sehr gemütlich bei uns gemacht hat, das Chaos, bin ich die letzten Wochen fleißig dabei, Ordnung zu schaffen. Ordnung und Luft im Kopf. Ich bearbeite gefühlt jeden Winkel unserer Wohnung, nehme alles in die Hand. Macht mich das Ding wirklich glücklich? Auf diese Frage gibt es viele NEINS, weshalb ich vieles aussortiere und verschenke: Klamotten, Bücher, Schnickschnack.

Seit drei Tagen mache ich 15 Minuten, 15 Dinge. Ich nehme einen Korb und lege innerhalb von 15 Minuten 15 Dinge hinein, die ohne jeglichen Nutzen einfach nur fröhlich herumstehen. Verrückt, was da so zusammen kommt. Meine Beschenkten freuen sich total, was wiederum mit sehr freut.

Eine erste, große Aufräumaktion startete ich im Herbst mit Vivien Altmann, die ich in der „Millionärin von nebenan“-Community kennengelernt habe. Ich habe mir ihre Stilberatung gegönnt, wobei mir schon vorab klar war, dass das nicht nur was mit meinen Klamotten macht sondern in erster Linie mit mir. Es verändert eigentlich mehr in deinem Innen, an deiner Einstellung zu dir selbst sozusagen…irgendwie.  

Der Beratungstag rückte näher, ich hatte die Aufgabe, Teile rauszusuchen, die ich mitbringen wolle. Hosen, Röcke, Kleider, Gürtel, Schuhe….von allem etwas, am besten Kleidungsstücke, zu denen ich Fragen hätte. Fragen? Seit ich Mama und wieder im Job bin, ist mein Schrank ein einziges Fragezeichen. Oder eher drei Fragezeichen. Was war denn da nur passiert? Mit mir und meinem Schrank? Der sah aus, als würden fünf Maulwürfe darin hausen. Schau mal:

unordentlicher Kleiderschrank

 

vorher

aufgeräumter Kleiderschrank

 

nachher

Was soll ich da nur mitnehmen? Also, Ärmel hoch und ran: Alles muss raus auf einen großen Haufen und dann wird erst einmal nach dem ‚Drei-Taschen-Prinzip‘ (Gibt es das überhaupt?) sortiert: 1. Verschenken 2. Verkaufen 3. Behalten. Für Nr.1 und 2 habe ich zusammen sechs Taschen gebraucht, für Nr.3 gerade mal zwei. Es tut so gut, nur noch Kleidungsstücke im Schrank zu haben, die man wirklich gerne mag.

Die Beratung war super, wir hatten viel Spaß und ich war ständig in anderen Outfits vor dem Spiegel. Vivien zeigte mir, wie kleine Details schon alles verändern und auf was ich in Zukunft achten kann, damit die Klamotte auch zu mir passt. Wow! Grandios. Danach wurde der Inhalt des Schrankes nochmal reduziert, jetzt fühle ich mich prima. Ich kann das mit dem ‚Zu viel‘ einfach nicht, das macht mich ganz wirr im Kopf, blockiert mich. Doch mit meiner wiedergewonnenen Ordnung kommt auch so eine unbeschreibliche Klarheit, in welche Richtung ich weitergehen möchte. 

zwei Frauen vor dem Spiegel

 

Welche Kettenlänge ist optimal?

Homepage, Blumenmädchen und Positionierung

Seit Wochen sinne ich darüber nach, was ich eigentlich in meinem Leben haben möchte und was nicht. In mir brodelt es und ich bin ganz hibbelig. Keine Ahnung in welche Richtung ich eigentlich will, lieber Pädagogik oder Personal Training…oder Yoga oder Elterncoaching oder Aufräumtraining…das macht mich noch ganz fuchsig. Von dieser klaren Positionierung hängt schließlich alles ab: Homepagegestaltung…Logo…Beschreibung…Angebote – einfach alles.

Was soll ich nur tun? Ich trinke einen Kaffee und denke nach. Und denke nach. Und denke nach.

Obwohl ich meine Position ständig hin- und herschiebe, habe ich mir ein wunderschönes Logo gestalten lassen. Die wundervolle Emilie Vermeulen ist mir auf Instagram mit ihren schönen Blumenaquarellen sofort aufgefallen. Ich hatte seit langem eine Vision meines Logos – Ein ‚Mädchen‘ mit Blumen in ruhigem Yogasitz. Doch wie sollte das aus meinem Kopf aufs Papier kommen? Die Antwort darauf lieferte mir die liebe Emilie:

Logo Blumenmädchen in Yogasitz

 

Ist sie nicht wunderschön?

Und auch wenn das schöne Mädchen nicht mehr zu meinem neuen Fragezeichen-Business passt, so gefällt sie mir so sehr, dass ich sie mir dann eben nur an die Wand hänge und mich beim Anblick freue.

Jahresende

Zum Ende des Jahres flatterte mir dann irgendwie Judith Peters von Sympatexter auf den Bildschirm. Ihre Challenge ‚Jahresrückblog 2021‘ hat mich sofort angesprochen und ich dachte warum nicht?! Ich bin seit Wochen mit dem Aufbau meiner Homepage beschäftigt, da kommt mir diese tolle Challenge wie gerufen, denn mit einem Blog könnte ich meine (noch gar nicht vorhandene) Homepage bereichern.

Judith ist meeegaaa klasse, sie ist so authentisch, ihre Tipps sind brauchbar und wirklich wertvoll. Ich kann es kaum erwarten, bis sie morgens online ist und uns ihr Wissen vermittelt, was sie so tut, als wäre man schon lange befreundet. Ganz nebenbei bemerke ich, wie ich wieder zurück in mein Element komme. Ich schreibe wieder. Wieder? Im Germanistikstudium habe ich immer geschrieben – immer. Mal kreativ, mal fürs Hören, sogar ein Romanteil liegt bei mir verstaubt in der Schublade. Wer weiß, vielleicht hole ich das Ding auch noch raus im kommenden Jahr?!

Ich habe mich dazu entschlossen, mit Judith weiterzuarbeiten. Warum? Ich habe einfach riesige Lust, zu schreiben. Ich möchte einfach mal wieder mehr davon tun, was mich ausmacht, was ich bin. Und ich bin gespannt, was mich erwartet und in welche Richtung mein persönlicher Zug weiterfährt. Spannend wird es allemal.


Meine Ziele 2022

  • Sport, wieder mehr Sport. deepWORK möchte ich wieder mehr machen, das ist einfach so ein krass tolles Training.
  • BLOGGEN. In Judiths ‚The Content Society‘ richtig gut bloggen lernen, das wird super spannend und ich freue mich wie Bolle drauf (wer ist eigentlich dieser Bolle?).
  • Reisen. Wir bekommen wieder einen Bus und damit geht’s dann auf Tour.
  • Persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Wie die aussehen soll steht noch in den Sternen…Otilius bekommt auf jeden Fall eine Bestellung 😉

Mein Motto fürs neue Jahr

‚Take position and grow!‘

Frau mit Partybrille und Blumenkette

 

Silvesterspaß

Dir wünsche ich einen tollen Start ins neue Jahr 2022, das hoffentlich auch für dich grandiose Momente bereithält.

Alles Liebe, deine Claudi

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